Die historischen Orgeln der Grafschaft Bentheim
Neuringe

Neuringe ref. Kirche Orgel, 17. Jhdt.
Restaurierung 1984 Fa. Führer Wilhelmshaven

   
Emlichheim reformierte Kirche, heute Neuringe.
Das Foto stammt von vor 1904
Neuringe, ehemals Emlichheim, nach Umbau
von Haupt 1867 mit altem Schleierwerk (Ohren)
Manual C,D,E,- d''' Pedal C-d'
Prinzipal 4' alt   Subbaß 16' Haupt
Quintadena 8' alt   Gedacktbaß 18' Haupt
Rohrflöte 4' Schröder   Choralbaß 14' Führer, 1948
Octave 2' alt      
Mixtur III alt      
Trompete' 8' neu      
            
Die ersten Belege der Orgel stammen aus dem 16. Jahrhundert. Der Orgelbauer ist unbekannt. Vermutet wird Schlegel
Erste schriftliche Hinweise zur Orgel stammen aus 1542. In 1544 und 1547 führt der Küster aus Neuenhaus (Coester van Nyenhus) Wartungs- und Reparaturarbeiten an der Orgel durch.
1742 Autrag zur Einbau einer neuen Trompete
1765 Pflege der Orgel wird übertragen an Johann Gustav Schilling, Orgelbauer aus Deventer
1797 Umbauten: neue Windlade und neue Rohrflöte 4' gebaut von Orgelbauer Wilhelm Schröder gebürtig aus Neuenhaus
1866-1867 Umbau und Erweiterung durch Orgelbauer C. Haupt aus Ostercappeln: Einbau des selbständigen Pedals wobei das alte Gehäuse mit blinden Seitenflügel und einen stummen Unterprospekt erweitert wurde. Der Spieltisch der bisher hinterspielig war wurde bei dieser Gelegenheit seitlich ins Gehäuse hineingebaut.
1904 Wiederaufbau der Orgel in der Kapelle von Neuringe, gebaut in 1897
1948 Restaurierung Fa. Führer: Entfernung Prinzipal 8 vom Pedal. Stattdessen ein Krumhornregal 8' und aus dem Prinzipal 8' entstand einen Choralbaß 4'.
1984 Restaurierung Fa. Führer. Beratung H.Vogel: Alle alte Orgelteile sind beibehalten worden, d.h. nicht nur die ursprünglichen Teile und die von Schröder 1797 angefertigten, sondern auch die Ergänzungen, die Haupt in 1866 hinzugefügt hatte. Es wurde eine Trompete in halber Becherlänge, neu angefertigt. Die Orgel steht in hoher Chorstimmung.
Quellen: Albert Rötterink Orgelkleinod in der Kapelle von Neuringe, Der orgelbau im westlichen Niedersachsen-Winfried Schlepphorst.
Prospekt:Untere Pfeifenfeldern sind Atrappe! Pedalerweiterung von Haupt. Unter dem Laufsteg das Pedalwellenbrett. Spieltisch Nach Eingriffen von Haupt und Führer. Links ist das "VoorzangerPult" noch gut sichtbar
Blick ins Gehäuse. Gut sichtbar ist die Trompete 8' in halber Becherlänge von Führer aus 1984 Pedalwellenbrett, eine Erweiterung von Haupt aus Ostercappeln im Jahre 1866
Links und rechts befinden sich die Prospektatrappen noch ohne Schleierwerk (Stand Jan. 2004) In der Mitte befindet sich das eigentlich "klingende" Orgelwerk Grossansicht der Neuringer Orgel mit Balustrade noch ohne Ohren-Schleierwerk. Das wird im Jahre 2004 korrigiert.

© Aktualisiert im Januar 2006, Farbfotos Egbert Schoenmaker